Select Page

Direktor Franz H. Ruchti

Hoteldirektor Franz H. Ruchti

Franz H. Ruchti träumte bereits als Schüler in der Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz davon, eines Tages Hoteldirektor zu werden. Mit seinem höflichen Auftreten, seinem Sinn für Eleganz und seiner Begeisterung für Gastfreundschaft führte er später das fiktive Hotel Olten. Dort empfing er Gäste aus aller Welt und machte das Hotel zu einem Ort voller Wärme, Stil und Lebensfreude.

Traum: Rektor der Erziehungsanstalt

Nach dem frühen Tod seiner Mutter war das Leben von Franz H. Ruchti in der Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz von harter Arbeit, Strenge und wenig Geborgenheit geprägt. Trotz der schwierigen Kindheit zeigte er früh eine aussergewöhnliche Intelligenz, übersprang gleich drei Schulklassen und wurde später sogar als Hilfslehrer eingesetzt. Schon damals träumte Franz davon, eines Tages selbst Rektor der Schule zu werden und Anerkennung für seine Leistungen zu erhalten.

Die Angst vor dem gelben Wägeli

Für Franz H. Ruchti war das sogenannte Gelbe Wägeli der Inbegriff seiner grössten Angst. In der Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz erzählten sich die Jungen, dass der gelbe Krankenwagen der Psychiatrie Münsingen regelmässig unfolgsame oder auffällige Buben abhole. Niemand wusste, was mit ihnen geschah, doch die Geschichten handelten von lebenslangen Aufenthalten hinter verschlossenen Türen. Besonders nachts lag Franz oft wach und lauschte auf Motorengeräusche vor dem Heim. Die Angst, eines Tages selbst vom Gelben Wägeli abgeholt zu werden, begleitete ihn während seiner ganzen Jugendzeit.

Das gelbe Wägeli seines Vaters

Auch wenn sein Vater kein gelbes Auto hatte, fiel Franz H. Ruchti jeder Besuch schwer. Schon als Kind hörte er immer wieder die Drohung vom „gelben Wägeli“, das ihn holen würde, wenn er nicht artig sei. Diese Worte lösten in ihm Angst und Unsicherheit aus. Das Bild des gelben Autos wurde für Franz zu einem Symbol seiner schwierigen Kindheit und begleitete ihn noch viele Jahre seines Lebens.

Der Direktor im gelben Wägeli

Als Direktor der Gastgewerbeschule kaufte sich Franz H. Ruchti später einen gelben Mercedes. Auf seine eigene Weise versuchte er damit, die Erinnerungen an seine schwierige Kindheit zu verarbeiten. Schon als Junge hatte er oft die Drohung vom „gelben Wägeli“ gehört, das ihn holen würde, wenn er nicht artig sei. Diese Angst blieb ihm lange im Gedächtnis. Vielleicht dachte er sich später: Wenn ich selbst das gelbe Wägeli fahre, kann mich kein gelbes Wägeli mehr holen.

Franz H. Ruchti mit dem gelben Wägeli

Nach seiner Pensionierung zog Franz H. Ruchti mit seinem gelben Wägeli der Drehorgel oft durch die Strassen von Olten. Mit seinem fröhlichen Auftreten und der knallgelben Drehorgel wurde er schnell zu einer bekannten Figur in der Stadt. Besonders freute er sich immer, wenn ihm die Leute lachend zuriefen: „Das ist doch der Mann mit dem gelben Wägeli!“ Für Franz war dies mehr als nur ein Spruch – es war seine ganz persönliche Art, Frieden mit den Erinnerungen seiner Kindheit zu schliessen.

Pizza Hawaii zur Verarbeitung des Traumas

Für Franz H. Ruchti waren die gelben Ananas-Stückchen auf der Pizza Hawaii weit mehr als nur eine exotische Zutat. Sie erinnerten ihn an das gefürchtete Gelbe Wägeli der Psychiatrie Münsingen, vor dem er als Junge in der Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz panische Angst hatte. Mit der Erfindung der Pizza Hawaii verwandelte Franz diese düsteren Kindheitserinnerungen in etwas Positives und Lebensfrohes. Aus der Farbe seiner grössten Angst wurde das Symbol seiner bekanntesten Idee – sonnengelbe Ananas als Zeichen von Freiheit, Wärme und Hoffnung.

Kindheitstraum: Direktor der Gastgewerbeschule

Die harte Zeit in der Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz prägte Franz H. Ruchti für sein ganzes Leben. Besonders die schwere Arbeit in der Küche, die strengen Regeln und die oft arroganten Köche und frechen Küchenangestellten machten dem sensiblen Jungen schwer zu schaffen. Jahre später verarbeitete Franz diese Erfahrungen mit der Gründung seiner eigenen Gastgewerbeschule. Dort ernannte er sich selbst zum Direktor und erfüllte sich den Traum, über jene Welt zu herrschen, die ihn einst erniedrigt und unterdrückt hatte.

Webmaster Onlineagentur Zürich